Forschendes Lernen mit der Nacktschnecke
Mit großen Augen und viel Neugier machten sich die Kinder heute auf die Suche nach kleinen Entdeckungen am Wegesrand – und wurden dabei zu echten Forscherinnen und Forschern. Im Mittelpunkt stand diesmal die Nacktschnecke, die bei unserem Spaziergang aufmerksam beobachtet wurde.
Schon beim ersten Entdecken entstanden spannende Gespräche:
Wie groß ist die Schnecke? Welche Farbe hat sie? Gibt es Schnecken mit Haus und ohne Haus? Und warum bewegt sie sich eigentlich so langsam?
Besonders beeindruckend war die Rücksichtnahme der Kinder. Ein Kind sagte ganz achtsam:
„Ich trete nicht auf die Schnecke, ich warte, bis sie auf der anderen Seite vom Weg angekommen ist.“
Darauf folgte die schmunzelnde Feststellung:
„Das kann lange dauern.“
Aus dem genauen Beobachten entwickelten sich viele eigene Forschungsfragen:
Warum hinterlässt die Schnecke Schleim?
Wo lebt sie eigentlich?
Was frisst sie?
Und wie kann sie sich auf einem Blatt festhalten – ist sie dafür nicht viel zu schwer?
Gemeinsam untersuchten die Kinder den Lebensraum der Schnecken. Einige wurden direkt auf dem Weg entdeckt, viele weitere jedoch am feuchten Wegesrand auf Blättern und Pflanzen. Dabei fiel auf, dass manche Blätter angeknabbert waren. Sofort entstand die Vermutung:
„War das die Schnecke?“
Nach und nach erkannten die Kinder Zusammenhänge zwischen Wetter, Feuchtigkeit und dem Vorkommen der Nacktschnecken. Besonders dort, wo es schattig, feucht und pflanzenreich war – zum Beispiel im Wald – konnten viele Schnecken entdeckt werden. Auch das regnerische Wetter der vergangenen Tage spielte dabei offenbar eine wichtige Rolle.
So wurde aus einem kleinen Fund am Wegesrand ein spannendes Forschungsprojekt voller Beobachtungen, Fragen und gemeinsamer Entdeckungen. Ganz nebenbei lernten die Kinder, ihre Umwelt aufmerksam wahrzunehmen, Vermutungen zu entwickeln und Zusammenhänge selbst zu erforschen.