Mathematische Bildung im Bauraum: Nachhaltig entdecken und sortieren
Im Sinne der Nachhaltigkeit haben wir im Bauraum alte Frischkäse-Dosen gesammelt und ihnen so eine neue Funktion gegeben, bevor sie im Müll landen. Aus diesem Material entstand eine vielseitige Sortier- und Bauaktion, bei der die Kinder die Dosen zunächst gemeinsam erkundeten, ordneten und nach eigenen Kriterien strukturierten.
Im Mittelpunkt stand dabei die mathematische Bildung, die bereits bei unseren jüngsten Kindern (0–3 Jahre) eine wichtige Rolle spielt. Durch das Sortieren nach Größe, Form und Farbe sowie das Vergleichen von „viel und wenig“, „groß und klein“ oder „gleich und verschieden“ machten die Kinder erste grundlegende mathematische Erfahrungen. Auch räumliche Beziehungen wie „oben“, „unten“, „darin“ oder „daneben“ wurden im aktiven Tun erlebt und sprachlich begleitet.
Beim freien Bauen entstanden erste Stapel- und Konstruktionsversuche, bei denen die Kinder Zusammenhänge erforschten: Was passt zusammen? Was hält? Was fällt um? So wurden grundlegende Erfahrungen im Bereich des Problemlösens, der räumlichen Wahrnehmung und der Musterbildung gesammelt.
Die Kinder ließen ihrer Kreativität freien Lauf und entwickelten eigene Ideen im Umgang mit dem Material. Dabei wurde deutlich, dass mathematische Bildung im frühen Kindesalter vor allem durch Handeln, Wiederholen und Ausprobieren entsteht.
So verband die Aktion nachhaltiges Denken mit frühen mathematischen Grunderfahrungen und zeigte, wie Lernen im Bauraum spielerisch, alltagsnah und ganzheitlich stattfinden kann.